Satzung

Satzung des KulturGut Linda e.V.

beschlossen auf der Gründungsversammlung am 01.08.2016 in Linda.

Präambel

Der Verein KulturGut Linda ist seinem Selbstverständnis nach ein Heimat- und Kulturverein bürgerschaftlichen Engagements – insbesondere der Bürger von Meusdorf, Linda und Jahnshain im Kohrener Land. Gemeinsam begeben wir uns auf den Weg nachhaltige, kreative und zukunftsfähige Konzepte für das Leben in unseren Dörfern zu entwickeln und umzusetzen, um dem demografischen Wandel zu begegnen und unsere Ortschaften in einen für junge Generationen wertvollen Lebensraum zu transformieren. Im Focus stehen dabei Regionalität, soziale und ökologische Nachhaltigkeit, Mobilität, Barrierefreiheit, Kommunikation, Energie und Vielfalt.

Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen „KulturGut Linda e.V.“
  2. Er hat seinen Sitz in Kohren-Sahlis und soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
  3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Ziele und Aufgaben des Vereins

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  2. Ziele des Vereins sind der Erhalt und Aufbau des ländlichen Baukulturdenkmales in Linda  26, Kohren-Sahlis, im Landkreis Leipzig zur Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde sowie der Kunst- und Kultur mit den Schwerpunkten Generationenvielfalt, Interkulturalität und Inklusion.

Der Verein erreicht seine Ziele insbesondere durch

  1. regionale heimatbezogene Bildungsprojekte und -angebote für Kinder, Jugendliche, Heranwachsende, Familien und Senioren mit und ohne Beeinträchtigung insbesondere mit allgemeinem, politischem, sozialem, gesundheitlichem, kulturellem, naturkundlichem und technischem Bezug, Vorträge, Wanderungen, Fahrten, Zusammenkünfte in denen Brauchtum, Sprache und Liedgut gepflegt werden, besondere Veranstaltungen und Maßnahmen, die das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die vom Verein verfolgten Zwecke lenken.
  2. die Entwicklung und Durchführung von Projekten und Angeboten in Kunst und Kultur wie beispielsweise Veranstaltung und Förderung von Ausstellungen, Atelier-, Messe- und Galeriebesuchen, Theateraufführungen eigener oder fremder Stücke, Künstlergesprächen, Kunstreisen, Vorträgen, Konzerten und Veranstaltungen ähnlicher Art.
  3. den zu obigen Zwecken denkmalgerechten Wiederaufbau, die Verwaltung und Nutzung des ländlichen Baukulturdenkmales und Vierseithofes Linda 26, insbesondere durch die Einrichtung und den Betrieb eines Vereins-, eines Seminar-, eines family-artist-in residence- und eines Gästehauses.

Steuerbegünstigung

  1. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder haben bei ihrem Ausscheiden keinerlei Ansprüche an das Vereinsvermögen. Keine Person darf durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  3. Die Mitglieder erhalten – mit Ausnahme des Aufwendungsersatzes – keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Der Aufwendungsersatz kann in Form des Auslagenersatzes (Erstattung tatsächlicher Aufwendungen gegen Vorlage von Belegen) oder in Form des pauschalen Aufwendungsersatzes (z.B. Ehrenamtspauschale) geleistet werden. Maßgeblich sind die Beschlüsse der Mitgliederversammlung, die steuerlichen Vorschriften und Höchstgrenzen sowie die finanzielle Leistungsfähigkeit des Vereins.

Mitgliedschaft

  1. Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen werden, die die Ziele des Vereins unterstützen, auch Kinder und Jugendliche vor Vollendung des 18. Lebensjahres.
  2. Es gibt stimmberechtigte aktive Mitglieder, nicht stimmberechtigte Fördermitglieder, und nicht stimmberechtigte Ehrenmitglieder.
  3. Bei Minderjährigen bedarf es für den Vereinsbeitritt, Austritt, Beteiligungen an Mitgliederversammlungen, Vereinsveranstaltungen und Ähnliches der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter. Die gesetzlichen Vertreter können die Zustimmungen generell oder im Einzelfall erteilen. Sie kann vorher als Einwilligung oder nachträglich als Genehmigung erfolgen. Generell erteilte Einwilligungen können eingeschränkt oder zurückgenommen werden, solange die entsprechende Handlung des/der Minderjährigen noch nicht erfolgt ist.
  4. Über den Antrag auf Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand in Form einer Erklärung gegenüber dem Antragsteller.
  5. Ferner können auch Mitglieder bestimmt oder durch den Vorstand berufen werden. Diese müssen die Berufung zur Wirksamkeit der Mitgliedschaft annehmen.
  6. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod beziehungsweise bei juristischen Personen durch deren Auflösung.
  7. Der Austritt eines Mitgliedes erfolgt durch schriftliche Erklärung oder Erklärung per E-Mail gegenüber dem Vorstand mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Geschäftsjahres.
  8. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes ausgeschlossen werden, wenn es den Vereinszielen zuwider handelt, seinen Verpflichtungen gegenüber dem Verein nicht nachkommt (z. B. Zahlungsverzug der Mitgliedsbeiträge länger als 24 Monate) oder bei unehrenhaftem Handeln welches dem Ansehen des Vereins schadet. Dem Mitglied muss vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung beziehungsweise Stellungnahme gegeben werden.

Mitgliedsbeitrag

  1. Die Mitgliederversammlung erlässt eine Beitragsordnung, die die Höhe der jährlich zu zahlenden Beiträge regelt.
  2. Als Beitrag kann auch eine Mitarbeit (Dienstleistung) oder ein Aufnahmebeitrag vorgesehen werden.
  3. Einmalige Umlagen oder nach Mitgliedsgruppen differenzierte Beiträge können von der Mitgliederversammlung beschlossen werden.

Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

  1. Mitgliederversammlung
  2. Vorstand.

Mitgliederversammlung

  1. Oberstes Beschluss fassendes Organ ist die Mitgliederversammlung. Sie wird in der Regel vom Vorstandsvorsitzenden geleitet.
  2. Die Mitgliederversammlung stellt die Richtlinien für die Arbeit des Vereins auf und entscheidet Fragen von grundsätzlicher Bedeutung. Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören insbesondere:
    1. Wahl und Abwahl des Vorstandes
    2. Beschlussfassung über den Jahresabschluss bis zum 30.09. des auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden Kalenderjahres
    3. Entgegennahme des Geschäftsberichtes des Vorstandes bis zum 30.09. des auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden Kalenderjahres
    4. Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes bis zum 30.09. des auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden Kalenderjahres
    5. Erlass der Beitragsordnung, die nicht Bestandteil der Satzung ist
    6. Bestätigung der Geschäftsordnung für den Vorstand
    7. Wahl der Kassenprüfer
  3. Zur Mitgliederversammlung wird vom Vorstandsvorsitzenden mindestens vier Wochen vorher in Textform eingeladen. Die Einladung wird an die zuletzt mitgeteilte Anschrift bzw. E-Mail-Adresse gesendet. Die Tagesordnung wird eine Woche vorher bekannt gegeben. Sie tagt so oft es erforderlich ist, mindestens einmal im Jahr.
  4. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt, wenn es das Vereinsinteresse erfordert oder mindestens 25 % der Mitglieder sie schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangen. Sie muss längstens fünf Wochen nach Eingang des Antrags auf schriftliche Berufung tagen.
  5. Die Mitgliederversammlung ist mit mindestens drei anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern beschlussfähig. Ihre Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Eine Stimmabgabe vorab per E-Mail oder schriftlich ist möglich.
  6. Jedes Mitglied hat 1 Stimme. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar.
  7. Über die Beschlüsse und, soweit zum Verständnis über deren Zustandekommen erforderlich, auch über den wesentlichen Verlauf der Verhandlung, ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie wird vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer unterschrieben.

Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus mindestens 3 Mitgliedern. Sie bilden den Vorstand im Sinne von § 26 BGB. Je zwei Vorstandsmitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.
  2. Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt 3 Jahre. Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist möglich. Der/ die Vorsitzende wird vom Vorstand aus seiner Mitte gewählt. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit so lange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind.
  3. Eine vorzeitige Abwahl durch die Mitgliederversammlung aus wichtigem Grund ist jederzeit möglich.
  4. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes ist der Vorstand berechtigt, diesen Posten kommissarisch bis zur nächsten regulären Vorstandswahl nachzubesetzen.
  5. Der Vorstand haftet dem Verein für einen in Wahrnehmung seiner Vorstandspflichten verursachten Schaden nur bei Vorliegen von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Dies gilt auch für die Haftung gegenüber den Mitgliedern des Vereins.
  6. Er ist von Verbindlichkeiten in Form von Schadenskosten gegenüber dem Verein befreit.
  7. Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig.
  8. Die Vorstandsmitglieder können für den Zeitaufwand im Rahmen ihrer Vorstandstätigkeit eine angemessene Entschädigung entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen und Grenzen erhalten, die von der Mitgliederversammlung festgelegt wird.

Satzungsänderungen und Auflösung

  1. Über Satzungsänderungen, die Änderung des Vereinszwecks und die Auflösung entscheidet die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zweiDritteln der abgegebenen gültigen Stimmen. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Vorschläge zu Satzungsänderungen, Zweckänderungen und zur Auflösung sind den stimmberechtigten Mitgliedern bis spätestens einen Monat vor der Sitzung der Mitgliederversammlung zuzuleiten.
  2. Bei Beschlussunfähigkeit lädt der Vorstand umgehend zu einer zweiten Mitgliederversammlung mit gleicher Tagesordnung ein. Diese ist unabhängig von der Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig. Auf diesen Umstand ist mit der Einladung hinzuweisen.
  3. Änderungen oder Ergänzungen der Satzung, die von der zuständigen Registerbehörde oder vom Finanzamt vorgeschrieben werden, werden vom Vorstand umgesetzt und bedürfen keiner Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung. Sie sind den Mitgliedern spätestens mit der nächsten Einladung zur Mitgliederversammlung mitzuteilen.
  4. Bei Auflösung, bei Entziehung der Rechtsfähigkeit des Vereins oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das gesamte Vermögen der Körperschaft an die Salofé gemeinnützige UG, die es unmittelbar und ausschließlich zur Förderung der Jugendhilfe oder der Kunst und Kultur zu verwenden hat.

Linda, den 01.08.2016